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Porträt von Georg Huber


„Freude am Leben, die Freiheit eigener Gedanken, Achtung und Ehrfurcht vor dem Sein, der Glaube an eine bessere Zukunft“. So formuliert der Ostermünchner Kunstmaler, Grafiker, Illustrator und Airbrush-Künstler Georg „Schlumpf“ Huber sein Lebensprinzip, das er nicht nur selbst täglich zu verwirklichen sucht, sondern als Grundgerüst in visionären Landschaftsbildern verarbeitet. Eine zusammenhängende Serie von Bilder ist es, die er schon als CD-Cover, als Kunstdrucke, Titelbilder und Fotos in esoterischen Magazinen zum „immer wieder aufschlagen und Hineinschauen“ herausgebracht hat. Auch Nicht-Esoteriker sollen seine spirituellen Werke verstehen, die in Acryl auf Leinwand zwischen 1998 und 2002 inmitten von Wäldern und Wiesen in seinem idyllischen Atelier entstanden sind.
Mit seiner besonderen Intensität und Ausdruckskraft hat sich Huber durch unzählige Ausstellungen in Deutschland, den USA, in Belgien und den Niederlanden in den letzten 10 Jahren eine treue Fangemeinde geschaffen, denen er mit seinen Bildern Trost und Kraft spenden konnte. Mancher Auftrag kommt deshalb bis aus L.A. Eine bekannte hiesige Verehrerin ist die Schauspielerin Marianne Sägebrecht, die ihre Verbundenheit in einem sehr persönlichen Vorwort im Bild- und Gedichtband „Traumschaftsbilder“ zum Ausdruck brachte, indem sie eine Ode an die Werke Hubers schrieb, die den Leser und Betrachter behutsam auf eine faszinierende, fantastische Welt vorbereitet.
Fantastischen Objekten und Symbolen huberscher Prägung könnte man auch in Form von Airbrush-Dekors auf Lkws und Kleinbussen begegnen, die mancher Fahrer stolz durch die Lande fährt. Ähnliches Aufsehen erregte die Airbrush-Bilderserie „American Moments“, in der der Künstler Freiheit, Technik und andersfarbige Wirklichkeit in Amerika thematisiert, ein Amerika, das er wie auch die Karibik, Hawai, Ägypten und Brasilien auf zahlreichen Motivreisen genau studiert hat. Einsame Gegenden, in denen er mit Fotoapparat, Farben und Papier experimentierte, inspirierten den glühenden Verehrer großer amerikanischer Landschaftsmaler zu den zyklischen „Traumschaftsbildern“: „Wie würde diese Wüste sich verändern, wenn es regnen würde, oder was wäre, wenn sich die Größenverhältnisse plötzlich verändern würden. Solche Gedankenspiele ergeben oft die tollsten Bilder in meinem Kopf. Jetzt muß ich diese geistigen Motive in erste Skizzen umsetzen, um diese Inspirationen nicht wieder zu verlieren.“
Gewaltig sind daher auch die Motive des Impulsmalers, der nach jedem Bild Erschöpfung verspürt, als habe er selbst die weltlichen Landschaften erschaffen: Schluchten, Täler, Bergspitzen, Felsgebilde, Wasserkaskaden, die immer von einem hellen Lichtbündel oder Horizont erleuchtet werden und damit eine nicht allzu ferne, bessere und andere Welt andeuten. In einem offenen Kreislauf setzt jedes Bild vor der Kindheit an, streift die Hürden und Vergänglichkeiten des Lebens und endet doch immer als neuer, energetischer Anfang. Freude und Bereicherung, Sehnsucht und Aufbruch sind die Grundessenzen, die jedes Bild verströmen. Diese positive, lebensbejahende Grundstimmung lädt den Betrachter ein, an der Welt des Malers teilzuhaben, zu verweilen und der Botschaft, die er in sich trägt, eine Stimme zu geben.